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Psychische Erkrankungen sind unter Soldaten ein Tabuthema - sie fürchten sich vor Stigmatisierung.(Foto: picture alliance / dpa)

Dienstag, 26. November 2013

Traumatisiert durch AuslandseinsatzSoldaten verschweigen psychische Probleme

Aus Angst vor Stigmatisierung und Karrierenachteilen verschweigen einer Studie zufolge viele Soldaten psychische Vorerkrankungen. Die können sich bei Auslandseinsätzen wie in Afghanistan zu schweren Traumata auswachsen.

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Deutsche Soldaten gehen häufig bereits mit psychischen Problemen in den Auslandseinsatz. Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung” und beruft sich auf das Ergebnis einer Untersuchung, die die Technische Universität Dresden im Auftrag des Bundestages durchgeführt hat.

Im Mittelpunkt der Studie standen nicht diagnostizierte Fälle von posttraumatischern Belastungsstörungen und sonstigen psychischen Erkrankungen von Soldaten im Zusammenhang mit den Auslandseinsätzen. Soldaten verschweigen solche Krankheiten häufig, da sie sich vor Stigmatisierung und Karrierenachteilen fürchten. Dabei haben die Krankheiten eine große Bedeutung in Hinblick auf die Frage, ob ein Einsatz mit psychischen Folgen verbunden ist.

"Nur psychisch Gesunde dürfen in die Einsätze"

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Die Kultur des Verschweigens ist unter dem Eindruck des Studienergebnisses beunruhigend. Denn der Anteil der Erkrankten unter den deutschen Soldaten ist mit 20 Prozent zwar niedriger als der Bundesdurchschnitt. Diese Soldaten haben aber ein vier- bis sechsmal so hohes Risiko, aus dem Einsatz mit einer neuen psychischen Erkrankung zurückzukehren.

Der Leiter der Studie, Ulrich Wittchen, fordert deshalb verbesserte Diagnoseverfahren “um bereits vor dem Einsatz bestehende psychische Störungen zu erkennen”. Dazu brauche es verbesserte klinisch-diagnostische Screenings. Auch der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, sprach sich für bessere Diagnoseverfahren aus: “Die Bundeswehr ist nun gefordert, endlich effektive Früherkennungsverfahren zu etablieren. “Nur psychisch gesunde Soldatinnen und Soldaten dürfen in die Einsätze gehen”, sagte er gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Ein solches Verfahren testet das Verteidigungsminsiterium zur Zeit in einem Pilotprojekt.

Quelle: n-tv.de , mkr

Gerhard:

WIE arg psychisch krank ist eigentlich “zwingende” VORAUSSETZUNG, um auch nur dem VERSUCH anheimzufallen, Gewalt mit Gewalt zu überwinden ???? :-O

US-Soldaten urinieren auf tote Taliban

Januar 12, 2012 @ One Comment

US-Soldaten urinieren auf tote Taliban

Das jüngst aufgetauchte Video, das offenbar US-Soldaten in Afghanistan zeigt, die auf die Leichen von Taliban-Kämpfern urinieren, beschäftigt nun die US-Armee. In dem kurzen Video sind vier Männer in US-Uniform zu sehen, die scherzend über drei Leichen urinieren. Ein Sprecher des Pentagon sagte, die Aufnahmen hätten ihm „den Magen umgedreht“. Inzwischen gehen die Militärs davon aus, dass das Video „echt“ ist.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai forderte unterdessen die USA dazu auf, die Täter so schwer wie möglich zu bestrafen. „Diese Tat amerikanischer Soldaten ist zutiefst unmenschlich“, hieß es in einer Mitteilung Karsais.

Dieses Video, so verwerflich es auch ist, zeigt die Entmenschlichung, die durch Kriege geschieht. Der Krieg in Afghanistan ist ein spezieller, denn die Feinde sind weder die Regierung noch eigentlich Armeen, sondern die Bevölkerung selbst. Die Taliban kommen aus der Bevölkerung, sie haben ihre Ursprünge in religiösen Schulen für afghanische Flüchtlinge in Pakistan. Sie sind zwar paramilitärisch organisiert und geführt, doch die Grenzen zur Bevölkerung sind fließend. Deshalb fällt die Unterscheidung zwischen Zivilisten und Taliban so schwer.

Weil Soldaten so kaum noch zwischen Freund und Feind unterscheiden können, wird die gesamte Bevölkerung Afghanistans entmenschlicht; es gibt eine Gewöhnung an den gewaltsamen Tod und eine Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben.

Eigentlich sollte man über ein solches Video nicht überrascht sein, denn Krieg erfordert die Entmenschlichung der anderen. Wenn man die Menschlichkeit im anderen erkennt, fällt es schwer zu töten. Und Krieg erfordert das Töten.

Die Friedensbemühungen in Afghanistan könnten wegen solcher Videos ins Stocken geraten. Ein Vertreter des Hohen Friedensrats, Arsala Rahmani, erklärte heute, wegen solcher Aufnahmen könnten die Taliban leicht junge Menschen für sich rekrutieren. „Solche Taten haben einen sehr, sehr schlechten Einfluss auf die Friedensbemühungen“, sagte Rahmani. Andererseits meinte ein Sprecher der Taliban, dass das Video die Gespräche oder den geplanten Gefangenenaustausch nicht beeinflussen werde. Doch es gibt auch andere Meinungen unter den Taliban. Ein anderer Sprecher zeigte sich schockiert und meinte: „Das ist eine unmenschliche, unmoralische und brutale Tat der Invasoren.“ Der Vorfall werde dazu beitragen, „dass die Amerikaner und ihre Alliierten ein kurzes Leben in Afghanistan haben“.

Trotz Friedensverhandlungen ist die Lage in Afghanistan weiter instabil, denn trotz aller politischen Bemühungen wollen die Taliban weiter ihren „Heiligen Krieg“, ihren Dschihad führen. In einer heute veröffentlichten Mitteilung der Taliban heißt es, sie hätten zwar ihre „politischen Bemühungen“ verstärkt, doch das bedeute weder eine Abkehr vom „Dschihad“ noch eine Anerkennung der „Handlanger-Regierung“ in Kabul.

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